Es gibt noch einige organisatorische Herausforderungen. Insbesondere ist der Zielpunkt noch nicht geklärt. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist aber jetzt möglich und wird auch stattfinden, soweit man das versprechen kann. Hier sollen die neuesten Informationen erscheinen. Bitte informiert euch zum aktuellen Status auf der Seite.
01.-03.August.
Ich war in Berlin. Leider nicht wirklich erfolgreich. Dabei habe ich auch eine Streckenvariante ausprobiert, vielleicht interessiert es jemanden. Zum Zeitfahren werde ich so nicht fahren, aber sonst war es eine schöne Tour.
02.08.08 / ca. 160 km / Interessante Strecke (aber wohl weniger für das Zeitfahren geeignet)
Störche in Rühstädt
Es dauerte, bevor die Brötchen kamen. Jedenfalls wurde es fast neun, ehe ich in Lenzen loskam. An der Elbe ist der Radweg wieder ein Stückchen länger geworden. Ich leistete mir sogar das Vergnügen oben auf dem Deich zu fahren. Man sieht deutlich mehr, dafür fehlt meist der Asphalt. Es waren auch eine ganze Menge Touren-Radfahrer unterwegs. Man grüßt sich.
Ab Cumlosen dann wieder auf der B195. Man muss ja auch nicht jede Biegung der Elbe mitnehmen. Dafür geht es hinter Wiitenberge rechts nach Rühstädt ab. Das Pflaster hört zwar auch wieder auf, aber der folgende Asphalt ist doch eher eine Rumpelstrecke. Dann wieder ein Stück auf dem Deich. Da fehlt der Asphalt dann ganz.

Die Straße über Rühstädt (Vidioüberwachtes Storchennest) schneidet wieder eine Elbschleife und danach kommt Gnevesdorf . Hier mündet der Gnevsdorfer Vorfluter in die Elbe. Das Bauwerk kanalisiert die Havel und verhindert, das Elbfluten die Havel hoch drücken. Der Weg übers Wehr und dann Richtung Havelberg ist zunächst ein ganzes Stück asphaltiert. Zwischendrin gibt es aber auch Naturbelag und Betonplatten. Natur gibt es aber auch rechts und links vom Weg und der Blick über die Elbe landet beim Kirchturm von Werben auf der anderen Elbseite. Mit dem Crossrad sehr zu empfehlen.
Südöstlich von Quitzöbel kommt dann das Wehr für die eigentliche Havel. Eine Gruppe Radtouristiker wird aus einem Fahrzeug mit holländischem Kennzeichen versorgt. Eine Teilnehmerin hat eine spanische Flagge am Rad montiert. Es scheint so, als ob der internationale Radsport die Gegend entdeckt hat. Der Weg schlängelt sich bis Havelberg. Über moderne Betonplatten könnte man auch mit dem Rennrad durchkommen.
Nach der kurzen Rast an der Tankstelle geht es weiter Richtung Rhinow. Das Stück über den Radwanderweg vor Kuhlhausen, würde ich das nächste Mal auslassen, es bringt nichts. Ich hatte gehofft, es würde da eine kleine Abkürzung zur Brücke nach Strodehne geben, aber zum Schluss ist man doch wieder auf der Straße.
In Friesack tut mir der Hintern weh, mein Crossrad hat eben keinen Brooks und auch sonst bin ich eher mäßig gut drauf. Drei Berliner Rennradfahrer sind ebenfalls da. Aufgrund meines Hamburger Trikots meinte einer: „Da bist du aber schon viel weiter unterwegs als wir“ „Das sowieso!“ ist meine Antwort. Eine gewagte Behauptung nach nur 100 Kilometern. Aber so wirklich nach Kommunikation ist mir nicht.
Wieder auf dem Rad überholen sie mich später und ich hänge mich ein wenig in den Windschatten. Ich wundere mich allerdings, dass sie in Warsow auch links abfahren. Sie erkunden da wohl eine Trainingsstrecke, jedenfalls wird hin und wieder mal ein Blick in die Karte geworfen. Aber eigentlich sind sie mir etwas zu schnell. Das Stück Warsow – Königshorst – Delbrück ist rennradtauglich, besonders von West nach Ost. Streckenweise reichte der Asphalt aber nur für eine Straßenhälfte.
Delbrück-Ebereschenhof hat überall festen Belag. Es fängt mit einem Betonplattenweg aus DDR-Zeiten an, geht dann über in einen breiten Asphaltweg (Asphalt/Loch etwa 50/50) und schließt mit herzhaftem Kopfsteinpflaster.
Börnike - Schönwalde ist holprig asphaltiert. An der Autobahnbrücke wurde gebaut, aber mit dem Rad kam man ohne Probleme durch. Hinter Schönwalde kommt dann eine schmale Brücke und man fährt im Wald und ist in Berlin. Forst Spandau steht in der Karte. Die Straße ist fahrbar gepflastert, ich konnte mich aber nicht so recht entscheiden ob der Radweg nicht doch günstiger ist. Toll ist der auch nicht.

In Berlin scheint es Bieber zu geben. Ich hab zwar keine gesehen, aber es gibt ein entsprechendes Straßenschild. Zum Campingplatz mit Hotel (18,- € + 5,50 € für Frühstück) den ich (eigentlich) als Ziel für Hamburg-Berlin ausgekuckt hatte, war es dann auch nicht mehr weit.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Lenzen_B_02Aug08_gpx.zip | 7.71 KB |
Hamburg – Berlin mit dem Crossrad
01.08-02.08.08 / 290 km / In zwei Tagen nach den Streckenvorgaben des Zeitfahrens. Einiges erwies sich auch im Gelände nicht als Rennrad geeignet. Die Etappe bis Lenzen.
Einfach zugemacht! Das Schilton-Hotel als Ziel des Zeitfahrens Hamburg – Berlin ist zu. Es lohnt sich auch sonst, von Hamburg nach Berlin mit dem Rad zu fahren. Aber der eigentliche Anlass meiner Tour war, einen Zielpunkt für das Zeitfahren zu finden. Nebenbei könnte man mal die Streckenvarianten antesten, die nach Karte nicht unbedingt rennradtauglich erscheinen. Und dann merke ich seit dem abgebrochenen 600’er immer noch mein Knie. Ich wollte also alleine fahren.
Ab Freitag Mittag konnte es losgehen. Das war auch die Zeit für die angekündigte Unwetterfront. Wolken zogen auf, aber es war trocken. Hinter Bergedorf suchte ich dann Unterschlupf in einer Bushaltestelle. Wieder zurück wollte ich nicht. Blitze auf dem Fahrrad aber auch nicht. Der Regen wurde weniger und bei der Überquerung der Geestachter Elbbrücke war es wieder trocken, aber es blieb drückend und schwül.
Bei Tespe hört der Radweg unmittelbar am Elbdeich auf. Normalerweise biegt man dan vorm Denkmal rechts ab und man ist auf der Elbuferstraße. Mit dem Crossrad geht es geradeaus und man ist am Tesper (Sportboot-)Hafen. Auf der Straße geht es eindeutig schneller. Ab Artlenburg vermeide ich die B209 und benutze Feldwege um dann vor Bullendorf auf die Elbuferstrasse zu gelangen. Der Abschnitt ist bedingt rennradtauglich.
Hinter Bleckede hatte ich eigentlich einen kleinen Schlenker entlang der Elbe geplant. Die dunklen Wolken veranlassten mich aber doch in Zivilisationsnähe zu bleiben. Hinter Alt- Garge finde ich Unterschlupf unter dichtem Blätterdach. Ich bleibe dabei erstaunlich trocken. Nach diesem Stopp ist das mit der Unwetterfront vorbei, es bleibt zwar drückend warm, aber trocken.
Der Kniepenberg ist bei Hamburg-Berlin so was wie der Höhepunkt der ganzen Tour. Wenn man in Drethem gerade aus fährt, dann kann man sich das aber ersparen. Sehr naturnah und die Fahrspur ist holprig und stellenweise sandig. Kürzer und flacher als die Straße. Man kommt praktisch automatisch bei Tießau wieder auf die Strecke. Übern Berg ist es schneller.
Der nächste Berg lauert vor Hitzacker, oben findet man die Jugendherberge. Wenn man im Tal davor abbiegt, dann ist das kurze Ende bis zum Klärwerk sogar noch asphaltiert. Entlang der alten Jeetzel (mehr ein Totarm der Elbe) schließt sich ein breiter Wanderweg an und man kommt in Hitzacker raus. Die Hochwasserschutzanlagen sind jetzt übrigens im Bau. 
Ich wollte mir mal die Streckenvariante über Dannenberg nach Dömitz ansehen. Die Strecke über Pisselberg ist sehr ruhig. Auf den abgeernteten Feldern suchen flügge gewordene Kiebitze nach Nahrung. In Dannenberg verliere ich leicht die Richtung, aber an der B191 ist wieder alles klar. Der Radweg ist soweit in Ordnung und es gibt sogar einen Autohof zum auffüllen der Trinkflasche.
Wie das so ist mit Radwegen, sie werden nach Gutdünken der Planer mal rechts mal links geführt, es gibt sogar eine Brücke über die Straße. Leider scheint es beim Etat nicht ganz für eine ausreichende Ausschilderung gereicht zu haben.
Bis Dömitz wollte ich auf jeden Fall. Jetzt reichten meine Kräfte sogar ein wenig weiter. Lenzen bietet mehrere Übernachtungsmöglichkeiten, aber man ist auch mit dem Rad schnell am Ortskern vorbei. Ich kam etwas außerhalb, in einer zum Hotel umgebauten Mühle für 39,- € unter. Das war schon alles in Ordnung, aber beim nächsten Mal würde ich es direkt im Ort versuchen. Gegessen habe ich dann am Rudower See (Badeanstalt kombiniert mit Restaurant
Die Schwierigkeiten auf direktem Wege (mit dem Rad) von Nauen nach Berlin zu kommen. Hinweise und Anmerkungen für Teams, die es trotzdem versuchen wollen.
Ab Nauen kommen blaue Schilder. Blau mit einem weißen Auto drauf. Das Zeichen 331 aus der Straßenverkehrsordnung bedeutet Kraftfahrstraße. Ist natürlich alles eine Frage der Definition. Man braucht sicher viel mehr Kraft für ein Fahrradpedal als für das Gaspedal eines Autos. Insofern ist also eher das Fahrrad das eigentliche Kraftfahrzeug und das Auto was für Schwache. Trotzdem: Auch wenn euer Rad, bauartbedingt die Höchstgeschwindigkeit von 60km/h überschreitet, die Benutzung derartiger Straßen bietet die Chance für einen Radioauftritt (Fahrradfahrer auf der Fahrbahn).
Wie kommt man denn trotzdem mit und auf dem Rad nach Berlin? Immer dem Radweg entlang der B5 folgen! Leicht gesagt aber die Straßenbauer vergessen auch manchmal etwas. Meistens die Auschilderung, manchmal den Asphalt und oft die (Kraft-)Radfahrer als solches. Ich habe mich an dem Stück, Anfang September mal versucht. Hinter Nauen kommt links ein Radweg und dann eine schmale Straße. Soweit gut zu fahren, bis dann die erste autobahnähnliche Abfahrt kommt. Man hat zu kucken, wo es weiter geht. Dann muss man auch mal über eine Brücke auf die andere Seite der B5 und aufpassen! Richtung Wustermark geht es über eine richtige Straße.
Hinter Wustermark kommt die Autobahn, dann an einer Kreuzung links und man umkurvt die Fussgänger die zum Outlet-Center strömen (ich habe verstanden, dass die Hersteller dort Ihre Sachen verkaufen, für die sich der Einzelhandel nicht mehr interessiert) und überwindet dann ein kurzes Stück Naturweg mit Sperrdamm gegen Autos. Immerhin gibt es ein Schild (Radfahrer da lang). Dann kommt die Leitplanke. Der Radweg ist gut fahrbar, aber Mitte Oktober wird da Laub liegen. Immerhin kann man sich das ehemalige Olympische Dorf (ehemalige russische Kaserne) mal etwas näher ansehen, als aus dem vorbeifahrenden Auto.
Der Radweg geht wieder in eine Seitenstraße über und man könnte auch rechts über eine Brücke fahren. Richtig ist der Single-Trail gerade aus (es ist nicht weit, und dann kommt wieder Straße). Wenn man dann weiter gerade aus fährt kommen irgendwann Kopfsteinpflaster und ein Reiterhof. Der Weg wird zum unbefestigten Feldweg.
Auf der anderen Seite der B5, am Einkaufszentrum Havelpark vorbei, findet sich wieder ein Radweg und dann kommt auch bald der Berliner Bär.

Was lernt uns das?